Freitag, 4. Februar 2011

Pressemitteilung des Abwasserverbandes Friesenheim in Abstimmung mit dem Landratsamt Ortenaukreis zur Funktionsstörung im Betriebsablauf auf der Verbandskläranlage in Schuttern: Das Einleiten von nicht zulässigen Stoffen in die Verbandskläranlage in Schuttern verursachte erhöhte Nitratwerte / Eingeleitete Sofortmaßnahmen zeigen Wirkung

Eine Funktionsstörung der Verbandskläranlage in Schuttern hat am gestrigen Donnerstag, 3. Februar 2011, zeitweise die Reinigungsleistung der Kläranlage für Nitrit eingeschränkt. Die Nitritkonzentration des ausgeleiteten Wassers in die Schutter stieg in eine Größenordnung von über 1 mg/l, sodass eine akute Gefährdung des Fischbestands in dem Gewässer nicht ausgeschossen werden kann. Wie der Abwasserverband Friesenheim und das Landratsamt Ortenaukreis mitteilen, ist ein Fischsterben oder sonstige negative Auswirkungen in der Schutter bis heute Mittag nicht festgestellt worden. Der Abwasserverband Friesenheim und das Landratsamt Ortenaukreis ermitteln zur Zeit die Ursache der Funktionsstörung.

Sofort eingeleitete Untersuchungen ergaben, dass bestimmte Bakterien im Belebtschlamm, die für den Abbau des Stickstoffs verantwortlich sind, nur noch in einer sehr geringen Menge vorhanden waren. Als Sofortmaßnahmen wurde zur Reaktivierung des biologischen Abbaus frischer Belebtschlamm von der Kläranlage in Schwanau in die biologische Behandlungsstufe der Kläranlage in Schuttern eingebracht. Regelmäßige Messungen auf der Kläranlage und im Gewässer zeigen zwischenzeitlich eine deutliche Verbesserung des Stickstoffabbaus und eine Reduzierung der Nitritkonzentration.

Als eine mögliche Ursache wird die Einleitung von Störstoffen in das öffentliche Kanalnetz vermutet, die das Absterben der Bakterien verursachte. Schritte zur Ermittlung des möglichen Schadensverursachers wurden bereits eingeleitet.