Friesenheimer Grundbuchamt stellt Dienst ein 

Ende August öffnet die neue Einsichtsstelle

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Die elektronische Erfassung aller Friesenheimer Grunduchakten ist abgeschlossen und die Papierakten – immerhin etwa 8700 Grundbücher – in mehr als 700 Umzugskisten verpackt. Während das Grundbuchamt in der Gemeindeverwaltung Friesenheim am 29. Juli seinen Dienst beendet, werden die Papierakten in einem Zentrallager des Landes in Kornwestheim eingelagert.

In Friesenheim wird es jedoch weiterhin eine Einsichtsstelle für Grundbücher geben. Das heißt, dass ab Ende August im Rathaus weiterhin Abschriften der Grundbücher erhältlich sein werden. Ebenso können auch öffentliche Beglaubigungen durchgeführt werden. Grundstücksverträge werden nun von den Notariaten in Lahr und Offenburg beurkundet.

Lediglich für die detaillierte Einsicht in die Papierakten ist ein Besuch im Grundbuchamt Achern notwendig. Hier wurde im Amtsgericht eines von insgesamt 13 zentralen Grundbuchämtern des Landes Baden-Württemberg eingerichtet.

Unter der Leitung von Roland Gutbrod arbeiteten zeitweise bis zu drei Mitarbeiterinnen im Friesenheimer Grundbuchamt. Bis zuletzt wurde intensiv an der Digitalisierung der Papier-Grundbücher gearbeitet.

Bürgermeister Armin Roesner: „Mit dem Erhalt der Einsichtsstelle und deren Integration in das zukünftige Bürgerbüro können wir weiter einen guten Service für die Bürger anbieten.“

Das Grundbuchwesen in der heutigen Form wurde maßgeblich durch die Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) begründet und war seitdem Bestandteil der Justizverwaltung des Landes. Die Grundbuchämter seit jeher fachlich unabhängig von der Gemeindeverwaltung und arbeitete unter Fachaufsicht eines Notars als Grundbuchrichter.

 

Bild: Begleiter des Umzugs der Papierakten und der Schließung des Grundbuchamtes (v.l.): Gabriele Schwab, Silke Rottler, Christine Jox, Friedhelm Wendle, Roland Gutbrod, Arthur Bühn, Notar Wolf-Alfred Wegener.