Donnerstag, 29. Januar 2009Große Resonanz auf Unternehmertreffen: 100 „Friesenheimer Unternehmer im Gespräch" / Dr. Urs Fürst berichtete über das Einzelhandelsgutachten

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Zum dritten Friesenheimer Unternehmertreffen im Heiligenzeller Schlössle konnte Bürgermeister Armin Roesner etwa 100 Friesenheimer Unternehmer aus Handel, Handwerk, Industrie, Dienstleistungen, Landwirtschaft und Weinbau willkommen heißen.

Mit dem Unternehmertreffen wolle die Gemeinde den Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen fördern und allen die Gelegenheit geben, gegenseitig ins Gespräch zu kommen.

Roesner erinnerte an den an den von Ludwig Erhard und Walter Eucken geprägten Grundgedanken der sozialen Marktwirtschaft: „Der Staat schafft die Rahmenbedingungen und die Wirtschaft füllt den Rahmen aus". Dazu sei für die ansässigen klein- und mittelständischen Betriebe ein vereinfachtes Steuersystem und der Bürokratieabbau dringend notwendig.

Die Verwaltung ihrerseits wolle weiterhin alles unternehmen, um den Friesenheimer Gewerbebetrieben zur Seite zu stehen. Roesner führte beispielhaft die günstigen Baulandpreise in den Gewerbe- und Industriegebieten, die Hilfestellung bei der Beantragung von Fördermitteln und den Beitritt zur Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO) sowie das Einzelhandels- und Nahversorgungsgutachten für die Gemeinde an.

Dr. Urs Fürst vom Büro Dr. Acocella Stadt- und Regionalentwicklung berichtete anschließend zum Thema: „Das Friesenheimer Einzelhandelsgutachten - Grundlage für ein Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept der Gemeinde Friesenheim". Der Friesenheimer Einzelhandel verfügt über eine Verkaufsfläche von 14.000 qm mit einem Gesamtumsatz von 34.3 Millionen Euro. Neben einer umfangreichen Analyse trug Dr. Fürst vor, welche Konsequenzen sich hieraus ergeben und wie die Prognosen für den Einzelhandel in Friesenheim aussehen.

Bürgermeister Roesner betonte, dass die Gemeinde bauliche Rahmenbedingungen schaffen und somit den Einzelhandel maßgeblich unterstützen wolle. Eines der Ziele ist es, die Versorgungsfunktion des Zentrums zu stärken und den Kaufkraftabfluss zu verhindern. Die Mittel für das Sanierungsprogramm sind bereits beantragt. 60 % der Investitionen im öffentlichen Bereich werden durch das Land gefördert.

Anschließend wurde von den Unternehmern die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und Gespräch gerne genutzt.