Gemeinde Friesenheim spricht sich weiterhin für die Rheintaltrasse aus - Position in Berlin nochmals verdeutlicht - Bund und Bahn halten an Planfeststellungsverfahren fest

Die Gemeinde Friesenheim spricht sich weiterhin für den Ausbau des 3. und 4. Gleises entlang der bestehenden Rheintaltrasse (Antragstrasse) aus - fordert aber einen verbesserten Lärmschutz für die Bürgerinnen und Bürger. Durch den Neubau des 3. und 4. Gleises entlang der bestehenden Gleise wird erstmals sowohl auf der West-, als auch auf der Ostseite ein aktiver Lärmschutz (Schallschutzwände) geschaffen, der zu einer spürbaren Verbesserung führt.

Um die Position zugunsten der Rheintaltrasse zu verdeutlichen, fanden am 26. März 2009 im Bundesverkehrsministerium sowie bei der Deutschen Bahn AG in Berlin Gespräche statt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß hatte die Gesprächstermine in Berlin vereinbart. Hieran nahmen Bürgermeister Armin Roesner und die anderen Unterzeichner der „Grafenhausener Erklärung" sowie ein Vertreter der Bürgerinitiative „Bahn an die Bahn" sowie vom NABU-Bezirksverband Südbaden teil.

Die Unterzeichner der „Grafenhausener Erklärung" legten ihre Position zugunsten der Antragstrasse dar. Gleichzeitig wurde ein verbesserter Lärmschutz zum Wohle der Menschen von Offenburg bis Riegel eingefordert. Ziel müsse es nun sein, das Planfeststellungsverfahren zügig umzusetzen.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Karin Roth, machte deutlich, dass eine Unterbrechung oder gar Einstellung der laufenden Planfeststellungsverfahren seitens des Bundes nicht geduldet wird. Sie vertrat auch die Position, dass ein höherer Lärmschutz als derzeit vorgesehen notwendig ist.

Im Gespräch mit dem Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn AG, Stefan Garber, machte dieser die Position der Bahn sehr deutlich. Demnach ist die Antragstrasse für die Deutsche Bahn AG nach wie vor die „bessere Trasse". Garber gehe im übrigen davon aus, dass auch zukünftig Güterzüge auf den bisherigen Gleisen fahren werden und eine Beschränkung der Anzahl dieser Züge von der Deutschen Bahn AG nicht gewünscht ist.
Somit laufen die Forderungen der Befürworter einer autobahnparallelen Trasse ins Leere, dass die Güterzüge nur noch an der Autobahn fahren sollen. Es besteht die begründete Befürchtung, dass bei Überbelegung einer autobahnparallelen Güterzugtrasse Tag und Nacht zusätzlich Güterzüge über die Antragstrasse geleitet werden - dann jedoch ohne aktiven Lärmschutz.