Künftige Verkehrsführung und bauliche Maßnahmen in der Friesenheimer Hauptstraße

Am vergangenen Freitag, 17. Juli 2009, fand eine Demonstration von Anwohnern der Nordseite der Friesenheimer Hauptstraße statt.

Die Gemeinde ist an einer sachlichen Auseinandersetzung interessiert und um die richtige Darstellung aller Fakten bemüht. Sie weist daher hinsichtlich der zukünftigen Verkehrsführung und baulicher Maßnahmen auf folgendes hin:

1. Nachdem die ersten Planentwürfe vorlagen, wurden die Anwohner der Friesenheimer Hauptstraße (Sommer-/Winterseite bzw. Nord-/Südseite) frühzeitig in die Gespräche mit der Gemeinde eingebunden. So fanden bereits im November 2008 erste Gespräche statt; zahlreiche Einzelgespräche wurden ebenfalls geführt.

Die Variante 1 sieht gegenläufigen Verkehr auf der Kreisstraße (Nordseite) vor. Auf der Südseite wäre eine verkehrsberuhigte Straße denkbar. Details müssen noch geprüft, diskutiert und entschieden werden.

Variante 2 sieht Einbahnregelungen sowohl auf der Nord- als auch der Südseite vor.

2. Die Gemeinde will die Verkehrssituation und insbesondere die Sicherheit für die Anwohner sowie die Verkehrsteilnehmer insgesamt verbessern. Das ist allen Anwohnern bekannt.

Hierzu ist unter anderem angedacht, das Tempo auf der Kreisstraße auf 40 km/h zu reduzieren. Das Landratsamt hat dies bisher abgelehnt; jedoch in der Verkehrsschau am 14. Juli 2009 erstmals in Aussicht gestellt.

Es ist vorgesehen, die Gehwege teilweise zu verbreitern und den Fußweg sicherer zu machen.

3. Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 15. Juni 2009 beschlossen, in der Bürgerversammlung am 23. September 2009 die Umgestaltung der Friesenheimer Hauptstraße öffentlich zu erörtern.

4. Die Verwaltung, Fachbehörden, Planer und Gutachter haben bereits viel Vorarbeit geleistet. Vor der Bürgerversammlung am 23. September 2009 sind von der Gemeinde noch einzelne Gespräche mit Fachbehörden zu führen und ggf. Untersuchungen zu folgenden Themenbereichen vorzunehmen:

a.) verkehrliche Auswirkungen (auch auf das weitere Umfeld)
b.) Statik der Bachmauern und Brücken
c.) Hochwasserschutz
d.) Temporeduzierung
e.) Übernahme der Unterhaltungspflicht durch den Kreis für die Gemeindestraße auf der Südseite, die im Falle einer Einbahnlösung gemäß Variante 2 zur Kreisstraße würde
f.) Gegenüberstellung der Kosten von beiden Varianten

Wegen der laufenden Prüfung können erstmals in der Bürgerversammlung konkrete Zahlen und Fakten genannt werden.

5. Danach bereitet die Verwaltung die notwendigen Entscheidungsgrundlagen für den Gemeinderat auf.

6. Eine Vorentscheidung für eine bestimmte Verkehrsführungsvariante ist bisher nicht gefallen. Wie bereits dargestellt, werden derzeit sämtliche Fakten zu den beiden Varianten wertneutral geprüft, zusammengestellt und ausgewertet.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten:

Die Gemeinde will die gesamte Verkehrssituation in der Friesenheimer Hauptstraße verbessern und insbesondere die Verkehrssicherheit erhöhen.

Hierzu ist eine sachgerechte und wertneutrale Prüfung der beiden Varianten erforderlich. Unter Abwägung aller Kriterien wird die Verwaltung dem Gemeinderat einen Vorschlag unterbreiten.

Die Verwaltung hat diesbezüglich bereits sehr viel Vorarbeit geleistet; die noch ausstehenden Informationen liegen bis zur Bürgerversammlung vor.