Donnerstag, 14. Oktober 2010Einführung der gesplitteten Abwassergebühr / Gemeinde bietet rechtzeitig Beratung an

Wie alle Gemeinden in Baden-Württemberg muss auch die Gemeinde Friesenheim die gesplittete Abwassergebühr einführen. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 11. März 2010 ist die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr für alle Gemeinden verpflichtend. Bisher wurde das gesamte Abwasser entsprechend dem bezogenen Frischwasser berechnet. Künftig teilt sich die Abwassergebühr in einen Schmutz- und einen Niederschlagswasseranteil.
Der Schmutzwasseranteil wird weiterhin nach dem Frischwasserverbrauch berechnet.
Beim Niederschlagswasseranteil wird die versiegelte Grundstücksfläche zugrunde gelegt. Hierfür ist die Ermittlung der versiegelten Flächen aller Grundstücke notwendig, die ihr Niederschlagswasser in die öffentliche Abwasseranlage einleiten.
Aufgrund der komplexen Materie und nach eingehenden Beratungen und Besprechungen auch mit anderen Gemeinden, wird die Flächenermittlung durch eine Befliegung vorgenommen.

Per Bildflug wird die versiegelte Grundstücksfläche aller Grundstücke ermittelt. Die Daten werden anschließend den Grundstückseigentümern zugesandt. Diese müssen lediglich die Daten überprüfen und sie gegebenenfalls ergänzen.
Diese Vorgehensweise belastet den Grundstückseigentümer am wenigsten.
Da bereits alle notwendigen Daten durch die Befliegung erfasst werden können und keine Messungen oder Schätzungen notwendig sind, gilt das Verfahren zudem als das Genaueste.

Der Auftrag für die Befliegung wurde bereits vergeben. Die Befliegung wird voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November diesen Jahres stattfinden.
Anfang 2011 werden die Erhebungsbogen erstellt und mit den entsprechenden Erläuterungen den Grundstückseigentümern zugestellt.

Bei Bedarf werden die Grundstückseigentümer durch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung beraten - auch telefonisch. Genaue Termine werden bekannt gegeben.

Sobald alle Daten vorliegen, wird der Gemeinderat über die Änderung der Abwassersatzung und die Gebühren für die Schmutzwasser- und Niederschlagswasserbeseitigung beraten.