Breitband Ortenau informiert über weiteren Glasfaserausbau in Friesenheim
Von den insgesamt 3.983 Gebäuden in Friesenheim wurden bereits 76 Gebäude – darunter Gewerbestandorte und Schulen – durch die Breitband Ortenau mit Glasfaser erschlossen. Weitere 122 Adressen hat die Deutsche Telekom bereits ausgebaut. Das Telekommunikationsunternehmen Unsere Grüne Glasfaser (UGG) hat angekündigt, 3.516 Adressen eigenwirtschaftlich mit Glasfaser zu erschließen. Für die verbleibenden 269 bislang unterversorgten Gebäude liegt der Breitband Ortenau nun der Förderbescheid von Bund und Land vor.
Den weiteren Planungen gingen in den vergangenen Monaten umfangreiche Abstimmungen zu den Ausbauabsichten der Telekommunikationsunternehmen und den förderfähigen Bereichen voraus. Mit der Ausbauankündigung der UGG sowie dem Förderbescheid für die verbleibenden förderfähigen Adressen liegt nun die notwendige Planungssicherheit vor.
Damit wird das hybride Ausbaumodell, das eigenwirtschaftliche Investitionen und staatliche Förderung passgenau kombiniert, auch in Friesenheim konsequent umgesetzt. Während die UGG die dichter besiedelten Gebiete auf eigene Kosten erschließt, übernimmt die Breitband Ortenau den Ausbau der förderfähigen Adressen in den Bereichen, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau wirtschaftlich nicht darstellbar ist.
Die Netzplanung für den geförderten Ausbau kann im September beginnen; der Ausbau ist schrittweise für die Jahre 2027 bis 2030 vorgesehen. „Mit der jetzt vorliegenden Planungssicherheit können wir den Glasfaserausbau in Friesenheim auf einer verlässlichen Grundlage vorantreiben“, sagt Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer der Breitband Ortenau. „Das Zusammenspiel aus gefördertem und eigenwirtschaftlichem Ausbau zeigt, dass unser hybrides Ausbaumodell funktioniert. So setzen wir die öffentlichen Fördermittel gezielt dort ein, wo sie benötigt werden, und erreichen gleichzeitig eine nahezu flächendeckende Glasfaserversorgung.“
Auch Friesenheims Bürgermeister Erik Weide begrüßt die Entwicklung: „Nach den langen und frustrierenden Verzögerungen beim Glasfaserausbau freue ich mich sehr, dass es nun endlich weitergeht und Friesenheim einen wichtigen Schritt in Richtung einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur macht. Ich danke allen Bürgern für ihre Geduld und bin zuversichtlich, dass der Ausbau nun zügig und erfolgreich umgesetzt wird.“
Die Breitband Ortenau weist darauf hin, dass bestehende Glasfaserverträge grundsätzlich wirksam bleiben – auch wenn sich ein Ausbau verzögert oder Ausbaupläne angepasst werden. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs beginnt die 24-monatige Mindestvertragslaufzeit bereits mit dem Vertragsabschluss. Nach deren Ablauf ist eine ordentliche Kündigung möglich; unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein außerordentliches Kündigungsrecht bestehen. Weitere Informationen finden Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite der Breitband Ortenau oder bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Der Glasfaserausbau ist das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Ortenaukreises. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren rund 121.200 Gebäude im Landkreis an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Ziel ist es, durch die Kombination aus gefördertem und eigenwirtschaftlichem Ausbau eine möglichst flächendeckende Versorgung mit gigabitfähiger Infrastruktur zu erreichen. Der Ausbau in der Ortenau macht gute Fortschritte: Die sogenannte Homes-Passed-Quote liegt bereits bei 52 Prozent. Das bedeutet, dass bei mehr als der Hälfte aller Gebäude das Glasfaserkabel bereits in der Straße liegt und ein Anschluss ans Netz technisch kurzfristig möglich wäre. Bis 2027 soll eine Homes-Passed-Quote von 70 Prozent erreicht werden, der vollständige Ausbau aller bislang unterversorgten Gebäude soll bis 2031 abgeschlossen sein.

